Keine Angst vor der Weite

Als Agoraphobie oder Platzangst bezeichnet man eine bestimmte Form der Angststörung. Dabei wird die Angst durch bestimmte Orte und Situationen wie weite Plätze oder Menschengedränge ausgelöst. Die Betroffenen vermeiden die auslösenden Situationen und können im Extremfall nicht mehr die eigene Wohnung verlassen. Eine Agoraphobie liegt auch dann vor, wenn Menschen angstbedingt weite Plätze oder das Reisen allein oder generell meiden.
Vielleicht kennt der ein oder andere von uns diese Angst auch!
Das beklemmende Gefühl eingeengt zu sein!
Eingeengt in verschiedene Blickwinkel, Sichtweisen, Handlungsmustern und daraus resultierende Abschottungen.
Da wo der Blick über den Tellerrand nicht mehr geschieht, wo der Kreis um den eigenen Kirchturm alles Weite ausblendet; dann ist sie da, die Angst vor der Weite!
Am Fronleichnamstag gehen wir zum Beispiel aus der Kirche hinaus. Wir verlassen einen ummauerten Raum und gehen mit dem Allerheiligsten auf die Straße.
Das kann uns ermutigen, dass wir als Kirche die Aufgabe haben, das Weite zu suchen und keine Angst vor der Weite zu haben.
Aus dem Vertrauen hat uns Jesus gelehrt, dass er mit uns unterwegs ist, dass er uns führt und uns an die Hand nimmt. Auch dann, wenn wir es nicht immer bemerken.
Im Psalm heißt es: Du führst uns hinaus ins Weite!
Maria Welp-Schlautmann & Annemarie Lütke Uhlenbrock











