"Hoffnung, dass Kirche neue Wege gehen wird"

28. Januar 2022

Zum Münchner Missbrauchsgutachten und zu #OutInChurch


Zu den aktuellen Geschehnissen in der katholischen Kirche - die Veröffentlichung des Münchner Missbrauchsgutachtens und der Initiative #OutInChurch führte Reimund Menninghaus von DÜLMENplus ein kurzes Interview mit Pastoralreferentin Schwester Kitonyi und Pfarrer Hempelmann:


Seit elf Jahren ist Ferdinand Hempelmann Pastor in St. Pankratius Buldern und in St. Georg Hiddingsel und viel in der Seelsorge engagiert – nicht nur vor Ort, sondern auch beispielsweise als Fachberater Seelsorge für die Feuerwehr Dülmen. Und seit Juli 2020 mit in der Seelsorge in Buldern und Hiddingsel ist Pastoralreferentin Schwester Kitonyi.

Was denken die beiden zu den jüngeren Ereignissen in der katholischen Kirche? Die Art und Weise, wie Kirchenleitungen in der Vergangenheit lax mit Amtsträgern umgegangen ist, die Kindern und jungen Menschen sexuelle Gewalt angetan haben, stößt ja landesweit auf Entsetzen. Und auch, dass sich Mitarbeiter der katholischen Kirche offensichtlich nicht zu ihrer sexuellen Identität bekennen können, ohne berufliche Konsequenzen befürchten zu müssen – bis hin zur Entlassung. Was sagen die beiden angesichts dessen ihren Gemeindemitgliedern?

„Es war falsch und verkehrt, nur das (Über-)Leben und die Berufung der kirchlichen Amtsträger im Blick zu haben. Dabei hat man die psychischen Schäden der Betroffenen, der Opfer, total ignoriert. Ihr Leben sowie ihre Berufung wurden außer Acht gelassen. Die Betroffenen sollen endlich in den Mittelpunkt gestellt werden.
Es war auch falsch, das Thema Missbrauch nur kirchenintern zu regeln. Richtig ist, dass die Kirche sich immer mehr für die Aufklärung öffnet und der Verantwortung stellt. Richtig ist, dass das Thema Prävention im Alltag von Gemeindeleben immer mehr Raum einnimmt.“

Was den Umgang der katholischen Kirche mit Mitarbeitern, die keine heterosexuelle Identität haben und dies öffentlich machen, betrifft, sagen Ferdinand Hempelmann und Schwester Kitonyi: „Mutig ist, dass Amtsträger sowie Mitarbeiter*innen in der Kirche offen über ihre Sexualität sprechen und dazu beitragen, dass das Thema kein Tabu mehr bleibt. Denn ein einseitig auf die Sexualität des Menschen bezogenes und gelehrtes Menschenbild hat dazu geführt, dass Menschen in Angst leben mussten und vielerorts in dieser Welt noch leben müssen. Auch deren Berufung wurde und wird dadurch zerstört.

Normalität wird es erst dann geben, wenn in der Kirche und in der Gesellschaft nicht mehr von ,Outing‘ gesprochen werden muss.

Was wir Gemeindemitgliedern sagen wollen ist, dass wir über diese Themen sprechen möchten. Wir brauchen den Austausch, wir dürfen nicht verstummen, denn dann verstummt auch das, was uns Kraft und Hoffnung gibt.
Wir schätzen unsere christliche Gemeinschaft vor Ort sehr und sind davon überzeugt, dass der christliche Glaube eine Gemeinschaft in ihrer Vielfalt braucht.

Berührend und ermutigend fanden wir die Menschen, die in der ARD-Doku „Wie Gott uns schuf“ über ihren Glauben und ihre Motivation, trotz all ihrer schwierigen Erfahrungen in der Kirche zu bleiben, gesprochen haben.
Wir haben die Hoffnung, dass Kirche neue Wege gehen wird, auch wenn der Prozess sich mühsam anfühlt. Diese Hoffnung möchten wir mit allen teilen, die diese Worte lesen.“


Die Initiative #OutInChurch können Sie unterstützen, indem Sie die Petition auf change.org unterzeichnen. Zeigen Sie Solidarität!
von Sankt Pankratius 13. Februar 2026
Im Rahmen der Erstkommunionvorbereitung wird herzlich zu einem besonderen, freiwilligen Elternabend einladen: „Ist Sterben für immer?“ Tod und Trauer mit Kindern besprechen. Dieser findet am 02.03.2026 um 20.00 Uhr im Pfarrheim Heilig Kreuz statt. An diesem Abend wird ein sensibles, aber wichtiges Thema in den Blick genommen: Wie sprechen wir mit Kindern über Tod und Trauer? Welche Fragen bewegen sie – und uns selbst? Welche Hoffnungen tragen? "Wir möchten Raum geben für eigene Gedanken, Ängste und offene Fragen. Neben dem gemeinsamen Austausch stellen wir auch Literaturtipps und weitere Anregungen für Gespräche mit Kindern vor." heißt es vom Vorbereitungsteam. Hanna Liffers, Pastoralreferentin in Buldern und Hiddingsel, wird diesen Abend fachlich begleiten. Der Abend richtet sich an alle Erstkommunioneltern aus dem pastoralen Raum Dülmen und ist freiwillig.
von Sankt Pankratius 13. Februar 2026
Am Samstag, 28. Februar 2026, startet unsere Wallfahrt in der Fastenzeit nach Gelsenkirchen. Wir starten um 8.00 Uhr (geänderte Zeit) an der St. Pankratius Kirche in Buldern. Die Wallfahrt beginnt an und in der Kirche St. Josef in Gelsenkirchen - die wohl einzige Kirche mit einem Fußballfenster. Vorbei an der Schalke-Meile und der Glückauf-Kampfbahn besuchen wir einen wohl einzigartigen Friedhof, bevor es zu Charlys Schalker zum Mittagessen geht. Nach der Stärkung bekommen wir eine kleine Führung in der Veltins-Arena und versammeln uns dann zu einem Gottesdienst in der dortigen Kapelle. Der zweite Teil der Führung steht eher im Zeichen der Natur - vorbei an Schloss Berge geht es zur Sieben-Schmerzen-Kapelle in Westerholt. Dort endet unsere Wallfahrt, auf die wir uns schon sehr freuen. 10 Plätze sind noch frei - wer Interesse hat, meldet sich gerne zu den Öffnungszeiten in den Pfarrbüros oder per Mail unter: georg-pankratius-duelmen@bistum-muenster.de!
von Sankt Pankratius 8. Februar 2026
Die Vierte Auflage der Seitensprünge am Fastnachtsdienstag, 17. Februar ab 19:30 Uhr in St. Pankratius.
von Sankt Pankratius 7. Februar 2026
Am 02.02.2026 wurde das Leitungsteam für den Pastoralen Raum offiziell für die kommenden vier Jahre vorgestellt. Zum Leitungsteam gehören: Pfarrer Ferdinand Hempelmann, Dr. Jürgen Holtkamp, Norbert Resse und Pastoralreferentin Christiane Zirpel. Fehlt noch der Verwaltungsleiter/die Verwaltungsleiterin. Das Bewerbungsverfahren ist abgeschlossen. Die Entscheidung wird in Münster getroffen.
von Sankt Pankratius 26. Januar 2026
Beim zweiten Konzert im Orgel-Triduum am kommenden Sonntag, den 01. Februar 2026 dürfen wir KMD Ansgar Schlei aus Wesel in Buldern begrüßen. An der Heintz-Orgel musiziert er Werke von Johann Sebastian Bach, Christian Heinrich Rinck („Corelli-Variationen“) sowie die große romantische Orgelsonate Nr. 14 des Liechtensteiner Komponisten Josef Rheinberger. Organist Ansgar Schlei ist seit 2006 Domkantor am Willibrordi-Dom in Wesel, verbunden mit der Tätigkeit als Kreiskantor im Kirchenkreis Wesel der Evangelischen Kirche im Rheinland. Seine umfangreiche Konzerttätigkeit führt ihn regelmäßig durch ganz Deutschland sowie ins benachbarte Ausland. Rundfunk- und Fernsehaufnahmen sowie CD-Produktionen ergänzen sein musikalisches Wirken. Konzertbeginn ist um 16:00 Uhr , der Eintritt wie immer frei. Die weiteren Konzerte finden am 17. Februar (Dienstag, 19:30 Uhr) mit Michael Seibel sowie am 08. März (16:00 Uhr) mit Heiko Ittig aus Hamm statt. Weitere Informationen wie gewohnt unter www.bulderone.de . Youtube-Kanal von Ansgar Schlei: youtube.com/@ansgarschlei
von Sankt Pankratius 23. Januar 2026
von Sankt Pankratius 23. Januar 2026
von Sankt Pankratius 23. Januar 2026
Am 2. Februar (Maria Lichtmess) feiern wir um 19.00 Uhr einen gemeinsamen Gottesdienst in der Kirche St. Agatha in Rorup. Das Leitungsteam des Pastoralen Raums Dülmen stellt sich den Kirchenbesucherinnen und Kirchenbesuchern vor. Herzliche Einladung an alle Gemeindemitglieder!
von Sankt Pankratius 23. Januar 2026
Liebe Gemeindemitglieder, Am Samstag, 28. Februar 2026, laden wir Sie ein, an der Wallfahrt nach Gelsenkirchen teilzunehmen. Wir fahren mit dem Bus um 8.30 Uhr los. Treffpunkt ist die Pfarrkirche St. Pankratius. In Gelsenkirchen beginnt die ca. 15 km lange Strecke an der St. Josef Kirche. Unter dem Motto »Vor dem Spiel is inne Kirche« öffnet das Gotteshaus mit dem vermutlich weit und breit einzigen Fußball-Kirchenfenster an jedem Heimspieltag seine Pforten für Schalke-Fans mit Gottvertrauen, so heißt es in einer Broschüre des Bistum Essen. Zur Mittagszeit werden wir bei Charlys Schalker einkehren. Zur Auswahl steht ein Kindergericht (Nuggets und Pommes), ein vegetarisches Nudelgericht oder Currywurst und Pommes. Das Mittagessen und die Getränke bezahlt jeder für sich. Die Kirchenvorstände unterstützen die Wallfahrt finanziell, so dass die Busfahrt für die Kinder und Jugendliche bis 15 Jahre kostenlos ist und Erwachsene 10,00 € pro Person bezahlen. Um 13.00 Uhr treffen wir uns an der „Tausend-Freunde-Mauer“. »Jeder der 8.000 Erwerber eines »Arena-Bausteins« (250 € zinsloses Darlehen zur Finanzierung der Stadion-Baukosten) wurde mit einem frei wählbaren Eintrag auf den Tafeln dieses 2002 eingeweihten »Fan Denkmals« belohnt. « heißt es in der Beschreibung der extratour04 vom Bistum Essen. Mit insgesamt 50 Personen können wir anschließend in die Kapelle auf Schalke, um dort eine Andacht zu feiern. Die restliche Wegstrecke bis zur St. Michael Kirche in Gelsenkirchen Hassel enthält verschiedene Stationen, die wir anlaufen werden, u.a. den Hauptfriedhof und der Glückauf-Park in Gelsenkirchen Hassel. Haben wir Ihr Interesse geweckt? Dann melden Sie sich zu den Öffnungszeiten in den Pfarrbüros an, alternativ per Mail unter: georg-pankratius-duelmen@bistum-muenster.de. Martina Lökes und Anne Düpmann
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