Mindestens 610 Betroffene seit 1945

Am 13. Juni wurde ein historisches Gutachten zum sexuellen Missbrauch von Minderjährigen im Bistum Münster veröffentlicht. Dass es sexuellen Missbrauch gab und gibt, überrascht nicht (mehr) - schockierend sind die Zahlen allerdings dennoch. Seit 1945 haben mindestens 196 Kleriker mindestens 610 Kinder missbraucht. Die Forschenden der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster rechnen mit einer 8- bis 10-mal so großen Dunkelziffer, also mit bis zu 6000 Betroffenen. Unfassbares Leid haben Vertreter der katholischen Kirche im Bistum über viele Menschen gebracht. Hinzu kommen mangelnde Aufarbeitung sowie aktive Vertuschung durch Bischöfe, Weihbischöfe und andere Verantwortliche im Bistum. Dieses Gutachten kann erst der Anfang der Aufarbeitung im Bistum Münster sein, betonen die Gutachter*innen.
Hier können Sie das Gutachten herunterladen:
Der Pfarreirat sowie die Kirchenvorstände der Seelsorgeeinheit werden gemeinsam mit Pfarrer Hempelmann und Pastoralreferentin Sr. Kitonyi am 22. Juni über das veröffentlichte Gutachten und das weitere Vorgehen in Buldern und Hiddingsel sprechen.
Sollten Sie selbst Opfer sexuellen Missbrauchs in der katholischen Kirche geworden sein, haben Sie die Möglichkeit, sich an verschiedenen Stellen Hilfe zu holen sowie die Missbrauchsfälle zu melden. Neben unserem Seelsorgeteam sind das folgende Stellen:
Bis zum 19. Juni ist für alle Betroffenen, Zeugen und andere Personen eine Hotline freigeschaltet: täglich von 10 Uhr bis 19 Uhr unter der Telefonnummer 0251 4956252.
Ab sofort gibt es auch die Möglichkeit, Missbrauchsfälle im Bistum Münster anonym zu melden: anonym-missbrauch-melden.de











