„Beten erdet mich“

Ein Gemeindemitglied schrieb mir zu der Frage „Warum beten sie?“ folgendes:
„Warum ich bete:
Beten erdet mich.
Mit Beten trenne ich mich vom Alltagstätigkeiten.
Ich versuche kurz Ungestörtheit zu finden, mich zu besinnen.
Oder ich möchte nur kurz
zu Gott Kontakt aufnehmen,
um mich zu bedanken,
weil es mir/uns so gut geht.
Aus Erfahrung weiß ich, dass nicht alle Gebetsbitten erhört werden, z. B. Bitten, die der Bequemlichkeit dienen.
Mehrere Bitten wurden zu einem Zeitpunkt erfüllt, wo ich schon nicht mehr damit rechnete.
Und man kann damit nie etwas beweisen. Die Bitten werden grundsätzlich so erfüllt, dass es ebenso Zufall sein könnte und doch sagt mir mein Herz, dass da jemand anders mitgeholfen hat.
Wir tragen Verantwortung für so vieles: Um unser angenehmes Leben fortführen zu können, nimmt die Klimaveränderung zu und die Schlachtereien haben Hochbetrieb.
Wenn ich doch sehe, dass es offensichtlich nicht gut ist, warum fördere ich mit meinem eigenen Verhalten diese Strukturen? Ist das nicht der Anfang vom Ende der Welt. Lieber Gott hilf mir, mich zu ändern.
Wenn ich doch sehe, dass es offensichtlich nicht gut ist, warum fördere ich mit meinem eigenen Verhalten diese Strukturen? Ist das nicht der Anfang vom Ende der Welt. Lieber Gott hilf mir, mich zu ändern.

Es gibt vieles, das wir nicht verstehen.
Helfen zu wollen, ist das eine.
Ob die Hilfe ankommt, ist das andere.
Wenn man die Fluchtursachen bekämpfen möchte,
indem man die Menschen vor Ort z. B. mit Bildung unterstützt,
wird die Flucht z. T. noch forciert.
Warum ist das so?
Oder den schon gehörten böswilligen Ausspruch:
Wenn man denen mehr Essen gibt,
hat man in den nächsten Jahren noch mehr Mäuler zu stopfen.
Ist die Hilfe unter diesem Aspekt sinnlos?
Wenn ja, warum?
Nützt es nur, wenn wir auch die Liebe haben?
Ist dann alles besser?
Oder ist es einfach die menschliche Denkweise,
die die Probleme in ihrer Komplexität zu lösen vermag?
Auch wenn irdische Statistiken zur Entwicklungshilfe,
die in ihren Systemgrenzen sogar richtig sein mögen,
uns bestimmte Wege als sinnfrei darstellen,
wünsche ich mir die Zuversicht,
dass mit Gottes Hilfe etwas Gutes daraus wird.
Dein Wille geschehe, weil nicht wir den Überblick haben,
sondern nur du, Gott.
Weil wir Menschen nicht immer Gutes wollen,
sondern nur du, Gott.
Helfen zu wollen, ist das eine.
Ob die Hilfe ankommt, ist das andere.
Wenn man die Fluchtursachen bekämpfen möchte,
indem man die Menschen vor Ort z. B. mit Bildung unterstützt,
wird die Flucht z. T. noch forciert.
Warum ist das so?
Oder den schon gehörten böswilligen Ausspruch:
Wenn man denen mehr Essen gibt,
hat man in den nächsten Jahren noch mehr Mäuler zu stopfen.
Ist die Hilfe unter diesem Aspekt sinnlos?
Wenn ja, warum?
Nützt es nur, wenn wir auch die Liebe haben?
Ist dann alles besser?
Oder ist es einfach die menschliche Denkweise,
die die Probleme in ihrer Komplexität zu lösen vermag?
Auch wenn irdische Statistiken zur Entwicklungshilfe,
die in ihren Systemgrenzen sogar richtig sein mögen,
uns bestimmte Wege als sinnfrei darstellen,
wünsche ich mir die Zuversicht,
dass mit Gottes Hilfe etwas Gutes daraus wird.
Dein Wille geschehe, weil nicht wir den Überblick haben,
sondern nur du, Gott.
Weil wir Menschen nicht immer Gutes wollen,
sondern nur du, Gott.

Lange Gebete sind wie Nachdenken über Gott und die Welt,...
...um zu schauen, wo es weiter geht.
Weil man daran erkennen kann, was man schaffte und nicht schaffte und evtl. eine Ahnung davon bekommt, was man sich zukünftig zutrauen kann oder auch nicht und um Übersicht zu gewinnen über das, was vor einem liegt.
Vielleicht erkenne ich verschiedene Wege? Häufig führt der steinige Weg direkter zu Ziel. Bin ich bereit ihn zu gehen.
Darum bitte ich Gott, dass ich nicht den einfach nur den bequemen Weg aussuche.“
Ich wünsche Euch und Ihnen einen frohen Tag!
Ihr Pastor Ferdinand Hempelmann











