Aufstehen, aufeinander zugehen

Schwester Kitonyi als neue Pastoralreferentin und Angelika Surholt als Beauftragte für den Beerdigungsdienst wurden am vergangenen Donnerstag in ihren Dienst in der Seelsorgeeinheit eingeführt. In der Abendmesse zum Fest Mariä Heimsuchung, die im Pfarrgarten in Buldern gefeiert wurde, stand die Begegnung im Vordergrund.
Maria besucht ihre hochschwangere Verwandte Elisabeth und bleibt drei Monate bei ihr. Als sie ankommt, hüpft das Kind in ihrem Bauch vor Freude. "Gesegnet bist du mehr als alle anderen Frauen", so heißt Elisabeth ihre Verwandte willkommen. Diese Worte kennen wir in etwas abgewandelter Form aus dem "Gegrüßet seist du Maria", wo es weiter heißt: "voll der Gnade, der Herr ist mit dir."
Nachdem Pfarrer Ferdinand Hempelmann einige Worte zum Evangelium gepredigt hatte, übergab er das Wort an die aus Kenia stammende Schwester Kitonyi. Sie hob den Begriff der Begegnung hervor. Sie wird und möchte vielen Menschen in Hiddingsel und Buldern begegnen, sie möchte die Seelsorgeeinheit kennenlernen, die verschiedenen Gruppen, die es bei uns gibt. Das alles geschieht in und durch Begegnungen, die deshalb so wichtig sind im täglichen Miteinander.
"Was möchten Sie von mir wissen?", so begann die Missionsschwester vom kostbaren Blut ihre Vorstellung. Und prompt stellten die Gottesdienstbesucherinnen und -besucher ihre Fragen: Welche Aufgaben werden Sie bei uns übernehmen? Werden Sie einen Frauenchor gründen? Werden Sie predigen? ...
So viel sei schon gesagt: die Aufgabenverteilung wird nach den Sommerferien geklärt, einen Frauenchor hat sie nicht vor zu gründen. Sie verwies an der Stelle an die Gitarrengruppe, die doch ein Frauenchor sei, der erweitert werden könne. Und predigen wird sie auf jeden Fall ab und zu - das bestätigte Pfarrer Hempelmann mit einem kräftigen Nicken.
Am 4. Juni erhielt Angelika Surholt aus St. Pankratius Buldern von Bischof Felix Genn die Beauftragung
für den Begräbnisdienst. Pfarrer Ferdinand Hempelmann überreichte ihr am Ende des Gottesdienstes die offizielle Urkunde. Über mehrere Monate bereitete Angelika Surholt sich in einer Ausbildung auf diesen Dienst vor. Dabei wurde sie von Pfarrer Hempelmann begleitet, dem sie dafür von Herzen dankte. Sie habe im Gespräch mit anderen Teilnehmerinnen und Teilnehmern erfahren, dass eine solche Begleitung nicht selbstverständlich sei. Ebenfalls dankt sie der ganzen Seelsorgeeinheit dafür, dass alle hinter ihr stehen und sie das Gefühl von Dankbarkeit und Anerkennung erfährt.
Ihre erste Dienstwoche liegt nun schon hinter ihr. Zukünftig werden sich Hempelmann, Kitonyi und Surholt diesen Dienst aufteilen.
Mit Blumen von der Pfarreiratsvorsitzenden Sabine Terlau für die beiden Frauen endete der Gottesdienst. Bevor alle auseinander gehen mussten - ein Begrüßungsfest war leider nicht möglich - stellten sich alle Anwesenden zu einem Gruppenfoto auf. Damit soll zum Ausdruck kommen: wir sind eine Gemeinschaft, wir stehen hinter dem Pastoralteam und unterstützen uns gegenseitig.
Kaum, dass alle zusammen standen und in die Kamera blickten, stimmte Schwester Kitonyi ein Lied an. Wer weiß, ob es nicht doch noch einen (Frauen)chor unter ihrer Leitung geben wird...














