Tagesimpuls 22.03.2020
21. März 2020
Helft mir, klar zu sehen!

4. Sonntag in der Fastenzeit 2020
Liebe Gemeindemitglieder,
heute sagte mir ein Gemeindemitglied (50 Jahre) am Telefon, dass es ihm fehlen würde, den Gottesdienst besuchen zu können. Er würde das nicht regelmäßig tun, aber wenn er bisher den Wunsch hatte, war das immer möglich.
Ich möchte Sie und Euch einladen, sich am heutigen Sonntag zusammenzusetzen und einen kleinen Hausgottesdienst zu feiern, egal ob man zu zweit oder z.B. zu fünft ist. Wer allein ist, möge sich durch diesen kleinen Gottesdienst mit allen verbunden fühlen, die mitbeten.
Der Küchentisch bietet sich sehr gut an, weil es auch der Ort ist, an dem gemeinsam gegessen wird.
„Helft mir, klar zu sehen!“
Mit diesem Wort des Bischofs Oscar A. Romero habe ich den Hausgottesdienst überschrieben.
Bleiben wir im Gebet miteinander verbunden! Schön, dass viele abends das Glockengeläut bewusst wahrnehmen und sogar eine Kerze anzünden!
Ich werde weiterhin Gebetsanliegen (für Verstorbene oder persönliche Anliegen) mit in die tägliche Eucharistiefeier nehmen, die ich morgens zwischen 8 und 9 Uhr in der Kirche feiere. Einfach mir zuschicken.
Ich wünsche allen einen gesegneten Sonntag!
Ihr/Euer Pastor Ferdinand Hempelmann
_________________________________________________________________________________________________________________________________________
„Helft mir, klar zu sehen!“ Oskar A. Romero
Eröffnung:
Eine Kerze wird entzündet und das Kreuzzeichen gesprochen:
Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen.
Gebet:
Herr Jesus Christus,
wie das Licht der Kerze hier auf dem Tisch
so erleuchtest du unser Leben und die ganze Welt.
Durch dich haben wir die Gewissheit,
in dieser außergewöhnlichen Zeit nicht alleine zu sein.
In deinem Geist sind wir untereinander verbunden.
Wir sind verbunden mit allen Menschen,
die heute dein Wort hören und zu dir beten.
Wir sind verbunden mit unseren Verwandten und Freunden,
mit unseren Bekannten und mit unseren Nachbarn.
Im Glauben vertrauen wir darauf,
dass du allen nahe bist, die bedürftig sind.
So wollen wir dich loben und dir danken –
heute und in alle Ewigkeit.
+ Aus dem heiligen Evangelium nach Johannes (9,1.6-9.13-17.34-38)
Jesus spuckte auf die Erde; dann machte er mit dem Speichel einen Teig, strich ihn dem Blinden auf die Augen
und sagte zu ihm: Geh und wasch dich in dem Teich Schiloach! Schiloach heißt übersetzt: Der Gesandte. Der Mann ging fort und wusch sich. Und als er zurückkam, konnte er sehen.
Die Nachbarn und andere, die ihn früher als Bettler gesehen hatten, sagten: Ist das nicht der Mann, der dasaß und bettelte?
Einige sagten: Er ist es. Andere meinten: Nein, er sieht ihm nur ähnlich. Er selbst aber sagte: Ich bin es.
Da brachten sie den Mann, der blind gewesen war, zu den Pharisäern.
Es war aber Sabbat an dem Tag, als Jesus den Teig gemacht und ihm die Augen geöffnet hatte.
Auch die Pharisäer fragten ihn, wie er sehend geworden sei. Der Mann antwortete ihnen: Er legte mir einen Teig auf die Augen; dann wusch ich mich, und jetzt kann ich sehen.
Einige der Pharisäer meinten: Dieser Mensch kann nicht von Gott sein, weil er den Sabbat nicht hält. Andere aber sagten: Wie kann ein Sünder solche Zeichen tun? So entstand eine Spaltung unter ihnen.
Da fragten sie den Blinden noch einmal: Was sagst du selbst über ihn? Er hat doch deine Augen geöffnet. Der Mann antwortete: Er ist ein Prophet.
Sie entgegneten ihm: Du bist ganz und gar in Sünden geboren, und du willst uns belehren? Und sie stießen ihn hinaus.
Jesus hörte, dass sie ihn hinausgestoßen hatten, und als er ihn traf, sagte er zu ihm: Glaubst du an den Menschensohn?
Der Mann antwortete: Wer ist das, Herr? Sag es mir, damit ich an ihn glaube.
Jesus sagte zu ihm: Du siehst ihn vor dir; er, der mit dir redet, ist es.
Er aber sagte: Ich glaube, Herr! Und er warf sich vor ihm nieder.
Ein Moment Stille
Impuls:
Was auf diesem Bild zu sehen ist, geht aktuell natürlich gar nicht!! Erst recht nicht das, was im Evangelium erzählt wird, dass Jesus auf die Erde spukt, einen Teig macht und diesen dann auf die Augen des Blinden streicht. Krasser kann man gar nicht die Hygienevorschriften missachten!
Auch wenn das Evangelium nicht unter dem Eindruck der aktuellen Pandemie geschrieben wurde, so wundert mich doch die Direktheit, mit der Jesus auf den Blinden zugeht. Der hat gar nicht um eine Heilung gebeten. Da er blind geboren wurde, kennt er keinen anderen Zustand.
Jesus geht einfach auf ihn zu und dann noch in der Form, dass er ihm einen Speichelbrei auf die Augen schmiert. Dann befiehlt er ihm, zum Teich Schiloach zu gehen, um sich dort zu waschen. Das war der einzige Teich in Jerusalem mit Quellwasser und das bedeutete, der Blinde muss durch die Stadt.
Interessant ist, dass der Blinde das (mit)macht. Er stellt keine Fragen, er wehrt sich nicht, er geht einfach. Er vertraut total den Worten Jesu. Er geht blinden Gehorsams. Blindes Vertrauen nennt man das wohl. Auf diesem Weg kommt er zum Sehen.
Von uns wird zurzeit auch abverlangt, dass wir blind vertrauen. Das ist eine Herausforderung! Wir vertrauen, dass die Einschränkungen unseres Alltags die richtigen Maßnahmen sind. Wir vertrauen, auch wenn es für manche aus unterschiedlichen Gründen hart werden wird: die einen, weil sie allein sind, die anderen, weil sie Angst haben, dass ihr Unternehmen daran zerbricht.
Vielleicht gehen uns aber auch die Augen auf. Ist nicht schon von vielen Seiten zu hören, was Menschen plötzlich neu entdecken?
Keiner von uns wurde gefragt, ob wir diese Situation haben wollten. Sie kam auf uns zu und dann wurden wir losgeschickt (zu Hause zu bleiben), und keiner weiß momentan, wohin die Reise geht.
Vielleicht ist das Evangelium des heutigen Sonntags ja ein Fingerzeig Gottes, dass wir neu sehen lernen.
„Helft mir, klar zu sehen!“ bat der Bischof von El Salvador Oscar Romero.
Bevor er Bischof wurde galt er als weltfremder konservativer Kirchenmann. Aber in kürzester Zeit wurde er zum schärfsten Kritiker der Menschenrechtsverletzungen in seinem Land. Gerade, weil er persönlich einen Wandel mitgemacht hat, sagte er zu seinen Weggefährten: „Helft mir, klar zu sehen“.
Er stellte sich öffentlich an die Seite der Armen und Ausgebeuteten und prangerte in Rundfunkansprachen die Gräueltaten des Regimes an. Am 24. März 1980 – vor 40 Jahren – wurde er bei einem Abendgottesdienst in einer Klinikkapelle auf Befehl des Geheimdienstes erschossen.
„Helft mir, klar zu sehen“
ist eine gute Bitte in diesen Tagen.
Wir müssen auf vieles verzichten und manche bangen um ihre Existenz. Und dennoch lernen wir, neu zu sehen… Was für eine Chance!
Oder sollten wir einfach darauf warten, dass unser Leben ab dem Zeitpunkt X so weiter geht, wie es vor ein paar Tagen aufgehört hat?
Viele andere Fragen zum Evangelium sind noch nicht beantwortet, vor allem die Frage, wieso Jesus Speichel verwendet. Aber damit sollten wir uns in diesen Tagen eh nicht beschäftigen!
Es genügt der Impuls, dass wir mehr sehen werden! Und das kann unser Leben nur bereichern!
Mit Kindern kann man darüber sprechen, wie, sie die Zeit jetzt empfinden. Was sehen sie? Was nehmen sie wahr? Was entdecken sie und die Familie gemeinsam?
Alle antworten: Der Herr ist mein Hirte, nichts wird mir fehlen.
Er lässt mich lagern auf grünen Auen
Und führt mich zum Ruheplatz am Wasser.
Alle: Der Herr ist mein Hirte, nichts wird mir fehlen.
Er stillt mein Verlangen;
Er leitet mich auf rechten Pfaden, treu seinem Namen.
Alle: Der Herr ist mein Hirte, nichts wird mir fehlen.
Muss ich auch wandern in finsterer Schlucht,
ich fürchte kein Unheil;
denn du bist bei mir,
dein Stock und dein Stab geben mir Zuversicht.
Alle: Der Herr ist mein Hirte, nichts wird mir fehlen.
Du deckst mir den Tisch
Vor den Augen meiner Feinde.
Du salbst mein Haupt mit Öl
Du füllst mir reichlich den Becher.
Alle: Der Herr ist mein Hirte, nichts wird mir fehlen.
Lauter Güte und Huld
Werden mir folgen mein Leben lang,
und im Haus des Herrn
darf ich wohnen für lange Zeit.
Alle: Der Herr ist mein Hirte, nichts wird mir fehlen.
Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist.
Fürbitten:
Wir schauen auf unsere Welt, die von der Corona Pandemie heimgesucht wird. So lasst uns beten zu Jesus Christus:
Für die Menschen, die durch den Virus erkrankt sind, für alle Kranken und Sterbenden.
Gott unser Vater. Wir bitten dich, erhöre uns.
Für die Menschen, die jetzt in Angst Leben, Angst vor der Krankheit, Angst um ihre Existenz.
Gott unser Vater. Wir bitten dich, erhöre uns.
Für alle Kinder und Jugendlichen, dass sie innerlich die Ruhe bewahren und Geduld zeigen können und die Lust am Spielen, Lesen, Lernen nicht verlieren.
Gott unser Vater. Wir bitten dich, erhöre uns.
Für uns alle, dass wir füreinander beten, uns gegenseitig beistehen und trösten aus der Kraft des Glaubens.
Gott unser Vater. Wir bitten dich, erhöre uns.
Für Ärzte, Krankenschwestern und Krankenpfleger, die den Kranken beistehen. Für alle Rettungskräfte, die rund um die Uhr für uns da sind.
Gott unser Vater. Wir bitten dich, erhöre uns.
Für unsere Verstorbenen. Für die, die uns nahe standen und die jetzt bei dir sind.
Gott unser Vater. Wir bitten dich, erhöre uns.
Denn du, guter Gott, hast uns in Jesus Christus den Weg zum wahren Leben gezeigt. Dafür danken wir dir und loben dich. Lass uns Kinder des Lichtes sein.
Heute und alle Tage unseres Lebens. - Amen.
Gemeinsam beten wir das „Vater unser“
Gebet:
Öffne meine Augen, Gott,
deine Herrlichkeit in der Vielfalt
von Pflanzen und Blumen zu sehen.
Öffne meine Ohren, Gott,
deine Stimme im Vogelgesang
und im Rauschen der Blätter zu hören.
Öffne mein Herz, Gott,
deine Liebe in der Fülle
von Früchten und Samen zu erahnen.
Öffne meine Hände, Gott,
deine Schöpfung
zu pflegen und zu bewahren.
Öffne mein Leben, Gott,
und mach mich fähig,
dich in allem zu erkennen.
Andrea Rehn-Laryea
Vielleicht möchte man ein Lied anstimmen…
Segen:
Gott sei unser Halt,
wenn wir den Boden unter den Füßen verlieren.
Er sei die Hand, die uns aufhilft,
wenn wir niedergeschlagen sind.
Er sei das Wort, das uns Mut macht,
wenn wir nicht mehr weiterwissen.
Und so begleite uns der Gott,
der uns zu einem nicht endenden Leben in Fülle führen will:
Der Vater, der Sohn und der Heilige Geist. Amen.
(Alle machen das Kreuzzeichen)
Ihr/Euer Pastor Ferdinand Hempelmann
Liebe Gemeindemitglieder,
heute sagte mir ein Gemeindemitglied (50 Jahre) am Telefon, dass es ihm fehlen würde, den Gottesdienst besuchen zu können. Er würde das nicht regelmäßig tun, aber wenn er bisher den Wunsch hatte, war das immer möglich.
Ich möchte Sie und Euch einladen, sich am heutigen Sonntag zusammenzusetzen und einen kleinen Hausgottesdienst zu feiern, egal ob man zu zweit oder z.B. zu fünft ist. Wer allein ist, möge sich durch diesen kleinen Gottesdienst mit allen verbunden fühlen, die mitbeten.
Der Küchentisch bietet sich sehr gut an, weil es auch der Ort ist, an dem gemeinsam gegessen wird.
„Helft mir, klar zu sehen!“
Mit diesem Wort des Bischofs Oscar A. Romero habe ich den Hausgottesdienst überschrieben.
Bleiben wir im Gebet miteinander verbunden! Schön, dass viele abends das Glockengeläut bewusst wahrnehmen und sogar eine Kerze anzünden!
Ich werde weiterhin Gebetsanliegen (für Verstorbene oder persönliche Anliegen) mit in die tägliche Eucharistiefeier nehmen, die ich morgens zwischen 8 und 9 Uhr in der Kirche feiere. Einfach mir zuschicken.
Ich wünsche allen einen gesegneten Sonntag!
Ihr/Euer Pastor Ferdinand Hempelmann
_________________________________________________________________________________________________________________________________________
„Helft mir, klar zu sehen!“ Oskar A. Romero
Eröffnung:
Eine Kerze wird entzündet und das Kreuzzeichen gesprochen:
Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen.
Lied: Wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind, da bin ich mitten unter ihnen.
Herr Jesus Christus,
wie das Licht der Kerze hier auf dem Tisch
so erleuchtest du unser Leben und die ganze Welt.
Durch dich haben wir die Gewissheit,
in dieser außergewöhnlichen Zeit nicht alleine zu sein.
In deinem Geist sind wir untereinander verbunden.
Wir sind verbunden mit allen Menschen,
die heute dein Wort hören und zu dir beten.
Wir sind verbunden mit unseren Verwandten und Freunden,
mit unseren Bekannten und mit unseren Nachbarn.
Im Glauben vertrauen wir darauf,
dass du allen nahe bist, die bedürftig sind.
So wollen wir dich loben und dir danken –
heute und in alle Ewigkeit.
Amen.
In jener Zeit
sah Jesus einen Mann, der seit seiner Geburt blind war.Jesus spuckte auf die Erde; dann machte er mit dem Speichel einen Teig, strich ihn dem Blinden auf die Augen
und sagte zu ihm: Geh und wasch dich in dem Teich Schiloach! Schiloach heißt übersetzt: Der Gesandte. Der Mann ging fort und wusch sich. Und als er zurückkam, konnte er sehen.
Die Nachbarn und andere, die ihn früher als Bettler gesehen hatten, sagten: Ist das nicht der Mann, der dasaß und bettelte?
Einige sagten: Er ist es. Andere meinten: Nein, er sieht ihm nur ähnlich. Er selbst aber sagte: Ich bin es.
Da brachten sie den Mann, der blind gewesen war, zu den Pharisäern.
Es war aber Sabbat an dem Tag, als Jesus den Teig gemacht und ihm die Augen geöffnet hatte.
Auch die Pharisäer fragten ihn, wie er sehend geworden sei. Der Mann antwortete ihnen: Er legte mir einen Teig auf die Augen; dann wusch ich mich, und jetzt kann ich sehen.
Einige der Pharisäer meinten: Dieser Mensch kann nicht von Gott sein, weil er den Sabbat nicht hält. Andere aber sagten: Wie kann ein Sünder solche Zeichen tun? So entstand eine Spaltung unter ihnen.
Da fragten sie den Blinden noch einmal: Was sagst du selbst über ihn? Er hat doch deine Augen geöffnet. Der Mann antwortete: Er ist ein Prophet.
Sie entgegneten ihm: Du bist ganz und gar in Sünden geboren, und du willst uns belehren? Und sie stießen ihn hinaus.
Jesus hörte, dass sie ihn hinausgestoßen hatten, und als er ihn traf, sagte er zu ihm: Glaubst du an den Menschensohn?
Der Mann antwortete: Wer ist das, Herr? Sag es mir, damit ich an ihn glaube.
Jesus sagte zu ihm: Du siehst ihn vor dir; er, der mit dir redet, ist es.
Er aber sagte: Ich glaube, Herr! Und er warf sich vor ihm nieder.
Impuls:
Was auf diesem Bild zu sehen ist, geht aktuell natürlich gar nicht!! Erst recht nicht das, was im Evangelium erzählt wird, dass Jesus auf die Erde spukt, einen Teig macht und diesen dann auf die Augen des Blinden streicht. Krasser kann man gar nicht die Hygienevorschriften missachten!
Auch wenn das Evangelium nicht unter dem Eindruck der aktuellen Pandemie geschrieben wurde, so wundert mich doch die Direktheit, mit der Jesus auf den Blinden zugeht. Der hat gar nicht um eine Heilung gebeten. Da er blind geboren wurde, kennt er keinen anderen Zustand.
Jesus geht einfach auf ihn zu und dann noch in der Form, dass er ihm einen Speichelbrei auf die Augen schmiert. Dann befiehlt er ihm, zum Teich Schiloach zu gehen, um sich dort zu waschen. Das war der einzige Teich in Jerusalem mit Quellwasser und das bedeutete, der Blinde muss durch die Stadt.
Interessant ist, dass der Blinde das (mit)macht. Er stellt keine Fragen, er wehrt sich nicht, er geht einfach. Er vertraut total den Worten Jesu. Er geht blinden Gehorsams. Blindes Vertrauen nennt man das wohl. Auf diesem Weg kommt er zum Sehen.
Von uns wird zurzeit auch abverlangt, dass wir blind vertrauen. Das ist eine Herausforderung! Wir vertrauen, dass die Einschränkungen unseres Alltags die richtigen Maßnahmen sind. Wir vertrauen, auch wenn es für manche aus unterschiedlichen Gründen hart werden wird: die einen, weil sie allein sind, die anderen, weil sie Angst haben, dass ihr Unternehmen daran zerbricht.
Vielleicht gehen uns aber auch die Augen auf. Ist nicht schon von vielen Seiten zu hören, was Menschen plötzlich neu entdecken?
Keiner von uns wurde gefragt, ob wir diese Situation haben wollten. Sie kam auf uns zu und dann wurden wir losgeschickt (zu Hause zu bleiben), und keiner weiß momentan, wohin die Reise geht.
Vielleicht ist das Evangelium des heutigen Sonntags ja ein Fingerzeig Gottes, dass wir neu sehen lernen.
„Helft mir, klar zu sehen!“ bat der Bischof von El Salvador Oscar Romero.
Bevor er Bischof wurde galt er als weltfremder konservativer Kirchenmann. Aber in kürzester Zeit wurde er zum schärfsten Kritiker der Menschenrechtsverletzungen in seinem Land. Gerade, weil er persönlich einen Wandel mitgemacht hat, sagte er zu seinen Weggefährten: „Helft mir, klar zu sehen“.
Er stellte sich öffentlich an die Seite der Armen und Ausgebeuteten und prangerte in Rundfunkansprachen die Gräueltaten des Regimes an. Am 24. März 1980 – vor 40 Jahren – wurde er bei einem Abendgottesdienst in einer Klinikkapelle auf Befehl des Geheimdienstes erschossen.
2018 wurde er heilig gesprochen.
Wir müssen auf vieles verzichten und manche bangen um ihre Existenz. Und dennoch lernen wir, neu zu sehen… Was für eine Chance!
Oder sollten wir einfach darauf warten, dass unser Leben ab dem Zeitpunkt X so weiter geht, wie es vor ein paar Tagen aufgehört hat?
Viele andere Fragen zum Evangelium sind noch nicht beantwortet, vor allem die Frage, wieso Jesus Speichel verwendet. Aber damit sollten wir uns in diesen Tagen eh nicht beschäftigen!
Es genügt der Impuls, dass wir mehr sehen werden! Und das kann unser Leben nur bereichern!
Mit Kindern kann man darüber sprechen, wie, sie die Zeit jetzt empfinden. Was sehen sie? Was nehmen sie wahr? Was entdecken sie und die Familie gemeinsam?
Alle antworten: Der Herr ist mein Hirte, nichts wird mir fehlen.
Psalm 23
Der Herr ist mein Hirte, nichts wird mir fehlen.Er lässt mich lagern auf grünen Auen
Und führt mich zum Ruheplatz am Wasser.
Alle: Der Herr ist mein Hirte, nichts wird mir fehlen.
Er stillt mein Verlangen;
Er leitet mich auf rechten Pfaden, treu seinem Namen.
Alle: Der Herr ist mein Hirte, nichts wird mir fehlen.
Muss ich auch wandern in finsterer Schlucht,
ich fürchte kein Unheil;
denn du bist bei mir,
dein Stock und dein Stab geben mir Zuversicht.
Alle: Der Herr ist mein Hirte, nichts wird mir fehlen.
Du deckst mir den Tisch
Vor den Augen meiner Feinde.
Du salbst mein Haupt mit Öl
Du füllst mir reichlich den Becher.
Alle: Der Herr ist mein Hirte, nichts wird mir fehlen.
Lauter Güte und Huld
Werden mir folgen mein Leben lang,
und im Haus des Herrn
darf ich wohnen für lange Zeit.
Alle: Der Herr ist mein Hirte, nichts wird mir fehlen.
Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist.
Wie im Anfang, so auch jetzt und alle Zeit und in Ewigkeit. Amen.
Wir schauen auf unsere Welt, die von der Corona Pandemie heimgesucht wird. So lasst uns beten zu Jesus Christus:
Für die Menschen, die durch den Virus erkrankt sind, für alle Kranken und Sterbenden.
Gott unser Vater. Wir bitten dich, erhöre uns.
Für die Menschen, die jetzt in Angst Leben, Angst vor der Krankheit, Angst um ihre Existenz.
Gott unser Vater. Wir bitten dich, erhöre uns.
Für alle Kinder und Jugendlichen, dass sie innerlich die Ruhe bewahren und Geduld zeigen können und die Lust am Spielen, Lesen, Lernen nicht verlieren.
Gott unser Vater. Wir bitten dich, erhöre uns.
Für uns alle, dass wir füreinander beten, uns gegenseitig beistehen und trösten aus der Kraft des Glaubens.
Gott unser Vater. Wir bitten dich, erhöre uns.
Für Ärzte, Krankenschwestern und Krankenpfleger, die den Kranken beistehen. Für alle Rettungskräfte, die rund um die Uhr für uns da sind.
Gott unser Vater. Wir bitten dich, erhöre uns.
Für unsere Verstorbenen. Für die, die uns nahe standen und die jetzt bei dir sind.
Gott unser Vater. Wir bitten dich, erhöre uns.
Denn du, guter Gott, hast uns in Jesus Christus den Weg zum wahren Leben gezeigt. Dafür danken wir dir und loben dich. Lass uns Kinder des Lichtes sein.
Heute und alle Tage unseres Lebens. - Amen.
Gemeinsam beten wir das „Vater unser“
Gebet:
Öffne meine Augen, Gott,
deine Herrlichkeit in der Vielfalt
von Pflanzen und Blumen zu sehen.
Öffne meine Ohren, Gott,
deine Stimme im Vogelgesang
und im Rauschen der Blätter zu hören.
Öffne mein Herz, Gott,
deine Liebe in der Fülle
von Früchten und Samen zu erahnen.
Öffne meine Hände, Gott,
deine Schöpfung
zu pflegen und zu bewahren.
Öffne mein Leben, Gott,
und mach mich fähig,
dich in allem zu erkennen.
Andrea Rehn-Laryea
Vielleicht möchte man ein Lied anstimmen…
Segen:
Gott sei unser Halt,
wenn wir den Boden unter den Füßen verlieren.
Er sei die Hand, die uns aufhilft,
wenn wir niedergeschlagen sind.
Er sei das Wort, das uns Mut macht,
wenn wir nicht mehr weiterwissen.
Und so begleite uns der Gott,
der uns zu einem nicht endenden Leben in Fülle führen will:
Der Vater, der Sohn und der Heilige Geist. Amen.
(Alle machen das Kreuzzeichen)
Ich wünsche allen einen frohen Sonntag!

Im Rahmen der Erstkommunionvorbereitung wird herzlich zu einem besonderen, freiwilligen Elternabend einladen: „Ist Sterben für immer?“ Tod und Trauer mit Kindern besprechen. Dieser findet am 02.03.2026 um 20.00 Uhr im Pfarrheim Heilig Kreuz statt. An diesem Abend wird ein sensibles, aber wichtiges Thema in den Blick genommen: Wie sprechen wir mit Kindern über Tod und Trauer? Welche Fragen bewegen sie – und uns selbst? Welche Hoffnungen tragen? "Wir möchten Raum geben für eigene Gedanken, Ängste und offene Fragen. Neben dem gemeinsamen Austausch stellen wir auch Literaturtipps und weitere Anregungen für Gespräche mit Kindern vor." heißt es vom Vorbereitungsteam. Hanna Liffers, Pastoralreferentin in Buldern und Hiddingsel, wird diesen Abend fachlich begleiten. Der Abend richtet sich an alle Erstkommunioneltern aus dem pastoralen Raum Dülmen und ist freiwillig.

Am Samstag, 28. Februar 2026, startet unsere Wallfahrt in der Fastenzeit nach Gelsenkirchen. Wir starten um 8.00 Uhr (geänderte Zeit) an der St. Pankratius Kirche in Buldern. Die Wallfahrt beginnt an und in der Kirche St. Josef in Gelsenkirchen - die wohl einzige Kirche mit einem Fußballfenster. Vorbei an der Schalke-Meile und der Glückauf-Kampfbahn besuchen wir einen wohl einzigartigen Friedhof, bevor es zu Charlys Schalker zum Mittagessen geht. Nach der Stärkung bekommen wir eine kleine Führung in der Veltins-Arena und versammeln uns dann zu einem Gottesdienst in der dortigen Kapelle. Der zweite Teil der Führung steht eher im Zeichen der Natur - vorbei an Schloss Berge geht es zur Sieben-Schmerzen-Kapelle in Westerholt. Dort endet unsere Wallfahrt, auf die wir uns schon sehr freuen. 10 Plätze sind noch frei - wer Interesse hat, meldet sich gerne zu den Öffnungszeiten in den Pfarrbüros oder per Mail unter: georg-pankratius-duelmen@bistum-muenster.de!

Am 02.02.2026 wurde das Leitungsteam für den Pastoralen Raum offiziell für die kommenden vier Jahre vorgestellt. Zum Leitungsteam gehören: Pfarrer Ferdinand Hempelmann, Dr. Jürgen Holtkamp, Norbert Resse und Pastoralreferentin Christiane Zirpel. Fehlt noch der Verwaltungsleiter/die Verwaltungsleiterin. Das Bewerbungsverfahren ist abgeschlossen. Die Entscheidung wird in Münster getroffen.

Beim zweiten Konzert im Orgel-Triduum am kommenden Sonntag, den 01. Februar 2026 dürfen wir KMD Ansgar Schlei aus Wesel in Buldern begrüßen. An der Heintz-Orgel musiziert er Werke von Johann Sebastian Bach, Christian Heinrich Rinck („Corelli-Variationen“) sowie die große romantische Orgelsonate Nr. 14 des Liechtensteiner Komponisten Josef Rheinberger. Organist Ansgar Schlei ist seit 2006 Domkantor am Willibrordi-Dom in Wesel, verbunden mit der Tätigkeit als Kreiskantor im Kirchenkreis Wesel der Evangelischen Kirche im Rheinland. Seine umfangreiche Konzerttätigkeit führt ihn regelmäßig durch ganz Deutschland sowie ins benachbarte Ausland. Rundfunk- und Fernsehaufnahmen sowie CD-Produktionen ergänzen sein musikalisches Wirken. Konzertbeginn ist um 16:00 Uhr , der Eintritt wie immer frei. Die weiteren Konzerte finden am 17. Februar (Dienstag, 19:30 Uhr) mit Michael Seibel sowie am 08. März (16:00 Uhr) mit Heiko Ittig aus Hamm statt. Weitere Informationen wie gewohnt unter www.bulderone.de . Youtube-Kanal von Ansgar Schlei: youtube.com/@ansgarschlei

Liebe Gemeindemitglieder, Am Samstag, 28. Februar 2026, laden wir Sie ein, an der Wallfahrt nach Gelsenkirchen teilzunehmen. Wir fahren mit dem Bus um 8.30 Uhr los. Treffpunkt ist die Pfarrkirche St. Pankratius. In Gelsenkirchen beginnt die ca. 15 km lange Strecke an der St. Josef Kirche. Unter dem Motto »Vor dem Spiel is inne Kirche« öffnet das Gotteshaus mit dem vermutlich weit und breit einzigen Fußball-Kirchenfenster an jedem Heimspieltag seine Pforten für Schalke-Fans mit Gottvertrauen, so heißt es in einer Broschüre des Bistum Essen. Zur Mittagszeit werden wir bei Charlys Schalker einkehren. Zur Auswahl steht ein Kindergericht (Nuggets und Pommes), ein vegetarisches Nudelgericht oder Currywurst und Pommes. Das Mittagessen und die Getränke bezahlt jeder für sich. Die Kirchenvorstände unterstützen die Wallfahrt finanziell, so dass die Busfahrt für die Kinder und Jugendliche bis 15 Jahre kostenlos ist und Erwachsene 10,00 € pro Person bezahlen. Um 13.00 Uhr treffen wir uns an der „Tausend-Freunde-Mauer“. »Jeder der 8.000 Erwerber eines »Arena-Bausteins« (250 € zinsloses Darlehen zur Finanzierung der Stadion-Baukosten) wurde mit einem frei wählbaren Eintrag auf den Tafeln dieses 2002 eingeweihten »Fan Denkmals« belohnt. « heißt es in der Beschreibung der extratour04 vom Bistum Essen. Mit insgesamt 50 Personen können wir anschließend in die Kapelle auf Schalke, um dort eine Andacht zu feiern. Die restliche Wegstrecke bis zur St. Michael Kirche in Gelsenkirchen Hassel enthält verschiedene Stationen, die wir anlaufen werden, u.a. den Hauptfriedhof und der Glückauf-Park in Gelsenkirchen Hassel. Haben wir Ihr Interesse geweckt? Dann melden Sie sich zu den Öffnungszeiten in den Pfarrbüros an, alternativ per Mail unter: georg-pankratius-duelmen@bistum-muenster.de. Martina Lökes und Anne Düpmann






