Wer bin ich?

Liebe Gemeindemitglieder,
Das Licht bringt Zuversicht ins Haus oder in die Wohnung. Und diese brauchen wir, da wir zuhause bleiben.
Ein Zuhause haben ist für jeden wichtig. Jeder freut sich auf seine eigenen vier Wände, wenn er länger unterwegs war. Es ist ein vertrauter Ort, an dem man „die Füße auf den Tisch legen kann“. Es gibt aber auch Menschen, die halten es zu Hause nicht aus. Für die ist das Zuhause der Ort zum Schlafen, aber sonst sind sie viel unterwegs.
Ein humorvoller Satz, der es aber in sich hat. Zuhause sein heißt noch lange nicht, präsent sein. Auch zuhause kann man sich ständig wegbewegen, weil man es mit sich nicht aushält. Der Fernseher und das Internet bieten z.B. viele „Reisemöglichkeiten“.
Damit wir uns selber kennenlernen, sollten wir als Priesteramtskandidaten jeden Donnerstag im Semester auf unsere Zimmer im Seminar bleiben. „Stiller Donnerstag“ wurde das genannt. Nach dem Abendessen gab es einen geistlichen Impuls und dann war Stille im Haus.
Die Reaktionen waren unterschiedlich: der eine verließ demonstrativ das Haus, um zu zeigen, wie selbstbewusst und autonom er sei. Der andere schlich sich eher heimlich davon. Wieder ein anderer telefonierte den ganzen Abend, der nächste schrieb an seinem Referat für die Uni, das nächsten Morgen gehalten werden musste und dann gab es immer einige, die die Zeit für Stille und Gebet nutzten, entweder in der Hauskapelle oder im Zimmer.
Bei der Einführung ins Seminar sagte uns der Direktor, dass der „Stille Donnerstag“ eine Einübung ins Alleinsein sei. Denn als Priester würde man Abende auch ganz allein verbringen. Das müsse man aushalten können.
Bei einem dieser „Stillen Donnerstag“ gab es als Impuls einen Text von Dietrich Bonhoeffer. Dieser Theologe ist den meisten durch das Gebet „Von guten Mächten wunderbar geborgen“ bekannt. Am 5. April 1943 wurde er verhaftet und zwei Jahre später auf ausdrücklichen Befehl Adolf Hitlers als einer der letzten NS-Gegner, die mit dem Attentat vom 20. Juli 1944 in Verbindung gebracht wurden, hingerichtet. Seine Briefe und Aufzeichnungen aus der Haft sind in einer extrem schwierigen Situation entstanden.
Es ist lange her, dass ich diesen Text gelesen habe. Jetzt ist er wieder für mich dran:
„Wer bin ich?
Sie sagen mir oft,
ich träte aus meiner Zellegelassen und heiter und fest,
wie ein Gutsherr aus seinem Schloß.
Wer bin ich? Sie sagen mir oft,
ich spräche mit meinen Bewachern
frei und freundlich und klar,
als hätte ich zu gebieten.
Wer bin ich? Sie sagen mir auch,
ich trüge die Tage des Unglücks
gleichmütig lächelnd und stolz,
wie einer, der Siegen gewohnt ist.
Bin ich das wirklich, was andere von mir sagen?
Oder bin ich nur das, was ich selbst von mir weiß?
Unruhig, sehnsüchtig, krank, wie ein Vogel im Käfig,
ringend nach Lebensatem, als würgte mir einer die Kehle,
hungernd nach Farben, nach Blumen, nach Vogelstimmen,
dürstend nach guten Worten, nach menschlicher Nähe,
zitternd vor Zorn über Willkür und kleinlichste Kränkung,
umgetrieben vom Warten auf große Dinge,
ohnmächtig bangend um Freunde in endloser Ferne,
müde und leer zum Beten, zum Denken, zum Schaffen,
matt und bereit, von allem Abschied zu nehmen?
Wer bin ich? Der oder jener?
Bin ich denn heute dieser und morgen ein andrer?
Bin ich beides zugleich? Vor Menschen ein Heuchler
und vor mir selbst ein verächtlich wehleidiger Schwächling?
Oder gleicht, was in mir noch ist, dem geschlagenen Heer,
das in Unordnung weicht vor schon gewonnenem Sieg?
Wer bin ich? Einsames Fragen treibt mit mir Spott.
Wer ich auch bin, Du kennst mich, Dein bin ich, o Gott!“
Gerade der letzte Satz hat mich seitdem begleitet. Er ist mir mittlerweile zur Gewissheit geworden. Jenseits aller Fragen, auch dann, wenn ich mich nicht mehr kenne oder mich nicht verstehe, hilft mir dieser Satz: „Wer ich auch bin, Du kennst mich, Dein bin ich, o Gott!“
Ich lade Sie ein, den Psalm 139 heute zu beten:
139 Von David. Ein Psalm.
HERR, du hast mich erforscht und kennst mich. /
2 Ob ich sitze oder stehe, du kennst es. *
Du durchschaust meine Gedanken von fern.
Du durchschaust meine Gedanken von fern.
3 Ob ich gehe oder ruhe, du hast es gemessen. *
Du bist vertraut mit all meinen Wegen.
4 Ja, noch nicht ist das Wort auf meiner Zunge, *
siehe, HERR, da hast du es schon völlig erkannt.
siehe, HERR, da hast du es schon völlig erkannt.
5 Von hinten und von vorn hast du mich umschlossen, *
hast auf mich deine Hand gelegt.
6 Zu wunderbar ist für mich dieses Wissen, *
zu hoch, ich kann es nicht begreifen.
zu hoch, ich kann es nicht begreifen.
7 Wohin kann ich gehen vor deinem Geist, *
wohin vor deinem Angesicht fliehen?
8 Wenn ich hinaufstiege zum Himmel - dort bist du; *
wenn ich mich lagerte in der Unterwelt - siehe, da bist du.
wenn ich mich lagerte in der Unterwelt - siehe, da bist du.
9 Nähme ich die Flügel des Morgenrots, *
ließe ich mich nieder am Ende des Meeres,
10 auch dort würde deine Hand mich leiten *
und deine Rechte mich ergreifen.
und deine Rechte mich ergreifen.
11 Würde ich sagen: Finsternis soll mich verschlingen *
und das Licht um mich soll Nacht sein!
12 Auch die Finsternis ist nicht finster vor dir, /
die Nacht leuchtet wie der Tag, *
wie das Licht wird die Finsternis.
die Nacht leuchtet wie der Tag, *
wie das Licht wird die Finsternis.
13 Du selbst hast mein Innerstes geschaffen, *
hast mich gewoben im Schoß meiner Mutter.
14 Ich danke dir, dass ich so staunenswert und wunderbar gestaltet bin. *
Ich weiß es genau: Wunderbar sind deine Werke.
15 Dir waren meine Glieder nicht verborgen,/
als ich gemacht wurde im Verborgenen, *
gewirkt in den Tiefen der Erde.
16 Als ich noch gestaltlos war, *
sahen mich bereits deine Augen.
In deinem Buch sind sie alle verzeichnet: die Tage, *
die schon geformt waren, als noch keiner von ihnen da war.
sahen mich bereits deine Augen.
In deinem Buch sind sie alle verzeichnet: die Tage, *
die schon geformt waren, als noch keiner von ihnen da war.
17 Wie kostbar sind mir deine Gedanken, Gott! *
Wie gewaltig ist ihre Summe!
18 Wollte ich sie zählen, sie sind zahlreicher als der Sand. *
Ich erwache und noch immer bin ich bei dir.
Ich erwache und noch immer bin ich bei dir.
19 Wolltest du, Gott, doch den Frevler töten! *
Ihr blutgierigen Menschen, weicht von mir!
20 Sie nennen dich in böser Absicht, *
deine Feinde missbrauchen deinen Namen.
deine Feinde missbrauchen deinen Namen.
21 Sollen mir nicht verhasst sein, HERR, die dich hassen, *
soll ich die nicht verabscheuen, die sich gegen dich erheben?
22 Ganz und gar sind sie mir verhasst, *
auch mir wurden sie zu Feinden.
auch mir wurden sie zu Feinden.
23 Erforsche mich, Gott, und erkenne mein Herz, *
prüfe mich und erkenne meine Gedanken!
24 Sieh doch, ob ich auf dem Weg der Götzen bin, *
leite mich auf dem Weg der Ewigkeit!
leite mich auf dem Weg der Ewigkeit!
Ich wünsche einen frohen Tag! Ihr Pastor Ferdinand Hempelmann

Rasengrabstellen Bei dieser Bestattungsform sind keine Grabgaben zulässig. Von Allerheiligen bis Ostern dulden wir Grabschmuck, da in dieser Zeit keine Rasenpflege stattfindet. Dem Aufruf zur Räumung sind schon viele gefolgt. Die jetzt noch verbliebenen Grabgaben werden für 4 Wochen zwischengelagert und können auf Wunsch ausgehändigt werden. Dafür bitte im Pfarrbüro melden. Neue Informationen zum Friedhof in Hiddingsel - Erstmal ein herzliches DANKESCHÖN! Im Zusammenhang mit einem Trauerfall haben viele Menschen Geld für die Umgestaltung unseres Friedhofs gespendet. All diesen Spendern möchten wir von Herzen danken! Durch diese Zuwendungen kommen wir unserem nächsten Ziel ein ordentliches Stück näher: ein fest installierter Pavillon, nutzbar für Trauerfeiern, fürs Friedhofscafé oder als Unterstand bei Wolkenbrüchen. Bei dieser Gelegenheit können wir mitteilen, dass nach jahrelanger Bearbeitung (durch Friedhofsausschuss -> Kirchenvorstand -> Zentralrendantur -> Bischöfliches Generalvikariat) unsere neue Friedhofs- und Friedhofsgebührenordnung berechnet und genehmigt wurden. Jetzt warten wir noch auf die Freigabe und Veröffentlichung der Ordnungen für sämtliche Dülmener Friedhöfe. Am Tag des Friedhofs (Sonntag, 5. Juli 2026) werden wir dann hoffentlich unseren Hiddingseler Friedhofsflyer mit Infos über mögliche Bestattungsformen vorstellen können. Anfang Mai wird der Gala-Bauer seine Arbeit mit der Umgestaltung des Platzes vor dem Kreuz beenden. Gleichzeitig wird im hinteren linken Bereich eine dritte Wasserstelle entstehen. Unser Friedhof nimmt weiterhin Gestalt an als Ort der Trauer, der Erinnerung und der Begegnung. Für den Friedhofsausschuss Dorothee Aerdken Hedwig Winkler Elisabeth Hessling

Am Sonntag, 26. April 2026, empfangen 30 Kinder in Buldern ihre erste heilige Kommunion. Am Sonntag, 10. Mai 2026, bekommen 13 Kinder aus Buldern und Hiddingsel ihre erste heilige Kommunion. Seit November 2026 haben sie sich intensiv auf diesen Tag vorbereitet. Gruppen und Katechetinnen aus Buldern und Hiddingsel und haben die Kinder auf dem Weg begleitet. Dafür sagen wir: DANKESCHÖN! Wir wünschen allen Kindern und ihren Familien ein schönes Fest!

Eine Maiandacht feiert die kfd St. Georg feiert am 6. Mai 2026, um 15.00 Uhr in der Kapelle am Haus Waldfrieden. Eine Anmeldung ist unbedingt erforderlich. Die Maiandacht der kfd St. Pankratius findet am Sonntag, 17. Mai 2026, um 16.00 Uhr im Annengarten statt. Eine Maiandacht ist auch für den Seniorennachmittag in Hiddingsel am Donnerstag, 7. Mai 2026, geplant. In Düpmanns Kapelle wird am Donnerstag, 21. Mai 2026, um 19.00 Uhr die Eucharistie gefeiert. Die Anbetung entfällt an diesem Donnerstag. Zu Pfingsten feiern wir am Pfingstsonntag um 9.30 Uhr in St. Georg und um 11.00 Uhr in St. Pankratius eine heilige Messe. Am Pfingstmontag sind alle Gemeindemitglieder des pastoralen Raumes Dülmen zum ökumenischen Gottesdienst in St. Viktor eingeladen. In Buldern und Hiddingsel finden keine Eucharistiefeiern statt. Am 5. Sonntag im Monat Mai feiert der Ausschuss Partnerschaft Grenzenlos einen Wortgottesdienst in St. Pankratius. Herzliche Einladung!

Kirchenmusik mal anders: Bau dir dein eigenes Betätigungsfeld im Pastoralen Raum Dülmen! (m/w/d) Du hast idealerweise ein abgeschlossenes Kirchenmusik-Studium in der Tasche, liebst deinen Beruf, aber hast keine Lust auf starre Vorgaben und verplante Wochenenden ohne Ende? Du bist kreativ, arbeitest gerne mit Menschen und möchtest deine eigenen musikalischen Ideen verwirklichen? Dann bist du bei uns genau richtig! Wir – das sind die vier katholischen Kirchengemeinden St. Viktor, Heilig Kreuz, St. Pankratius (Buldern) und St. Georg (Hiddingsel) – wachsen zu einem neuen, lebendigen Pastoralen Raum in Dülmen zusammen. Für diesen frischen Start suchen wir eine/n neue/n Kirchenmusiker/in, der/die mit uns neue, unkonventionelle Wege geht. Wir bieten dir nicht nur historische Kirchenräume und lebendige Pfarrgemeinden, sondern mit dem einsA auch eine hochmoderne Plattform für innovative Projekte. Hier kannst du Kirchenmusik neu denken, jenseits der Liturgie, mitten in der Stadtgesellschaft und in direkter Nachbarschaft zu Café und Beratung. Klingt nach deinem Traumjob? Dann schick uns einfach eine kurze Nachricht mit deinem Lebenslauf und einem Nachweis deiner Qualifikation ganz unkompliziert per E-Mail zu. Falls Fragen bestehen, kannst du dich gerne telefonisch bei uns melden. Pfarrer Ferdinand Hempelmann: hempelmann-f@bistum-muenster.de | 02590 91720 Kirchenmusikerin Elisabeth Drees: drees-e@bistum-muenster.de | 02594 9597199






