Der Glaube ist auch Widerstand

Das Bild zeigt die Steinigung des Stephanus auf dem Hauptaltarbild der Gottenheimer Kirche, rechts als Beobachter Saulus, der spätere Paulus. Foto: Hans Baulig
„Seh ich Bilder
von Geschlagenen, Geschundenen,
muss ich an die Männer
im gestreiften Sträflingskitteln
denken.
Der Aufseher brachte sie an Weihnachten
in mein Elternhaus.
Der Betrieb war geschlossen.
Dort sollten sie arbeiten.
Jetzt saßen sie an unserem Tisch.
(…)
Sie froren, waren hungrig, gedemütigt.
Wir teilten mit ihnen das wenige Brot
den Kaffee, die Milch
Das Verbotene machte uns
Sie waren der Überzeugung, das richtige zu tun: „Wir teilten mit ihnen das wenige Brot und den Kaffee, die Milch“. Und dennoch hatte das Verbotene Macht über sie. Es ist nicht leicht, seiner eigenen Überzeugung treu zu bleiben. Und wenn man es tut, können dennoch Zweifel, Unsicherheit oder auch Angst bleiben.
Heute, am 2. Weihnachtstag, ist der Gedenktag des Hl. Stephanus – laut Bibel der erste Märtyrer des Christentums.
Mit viel Frohsinn wird er – außer in diesem Jahr – im Münsterland begangen. Das sogenannte „Stephanus steinigen“ lädt dazu ein, nicht Steine in die Hand zu nehmen, sondern Schnapsgläser und jeden Schnaps zu vernichten, der einem eingegossen wird, bis man vielleicht selbst am Boden liegt.
Eine etwas zweifelhafte Methode, um des ersten christlichen Märtyrers zu gedenken. Aber vielleicht geht es ja darum, sich Mut anzutrinken. So etwas ist ja bekannt. Alkohol läßt die Hemmschwelle sinken.
Von Adolph Kolping ist folgendes Wort überliefert:
Wollen wir etwas sein und werden, so müssen wir es selber tun, denn unser Kapital liegt nicht in den Verheißungen der Schwätzer, die haben keins, auch nicht im großen Los, denn sehr wenige Menschen gewinnen es, sondern zuerst da, im Herzen, im Mute eines Mannes, in unserer Faust, d. h. in unserer Arbeitskraft, in unserem Verstande. (KS 3, S.261)
Stephanus zeigt, was aus einem Menschen wird, der das Weihnachtsgeheimnis von der Menschwerdung Gottes ganz und gar verinnerlicht und zum Fundament seines Lebens gemacht hat. In der Apostelgeschichte heißt es: „In jenen Tagen wirkte Stephanus voll Gnade und Kraft große Wunder und Zeichen unter dem Volke“ (Apg 6,8).
Dieser Mann ist über sich hinausgewachsen. Er hat menschliche Grenzen hinter sich gelassen und sich der göttlichen Kraft überlassen. Dadurch ist Raum entstanden zum Handeln. Dieser Spielraum des Handelns steht dem zur Verfügung, der glaubt, um „Wunder und Zeichen“ zu vollbringen „voll Gnade und Kraft“.
Diesen Mut wünsche ich uns allen besonders in diesen Tagen. Nutzen wir den Spielraum, der uns zur Verfügung steht und der größer ist als nur der menschliche Raum.
So wünsche ich Euch und Ihnen
Ihr Pastor Ferdinand Hempelmann
Der Glaube ist auch Widerstand
Wir danken Gott dem Allmächtigen,
Daß er uns erneut seinen Sohn Jesus Christus
Gesandt, den Erlöser von einer Weltgeschichte
In menschenverachtenden Gesellschaften.
Denn als wären wir auf der Flucht
Vereinzelt und ohne Plan
Setzt Er uns Zeichen der Hoffnung und des Zweifels
Um wieder zurückzufinden
Zur Dennoch-Liebe und zur Trotz-Geduld.
Allein (aber mit ihm) sind wir stärker
Denn alle Macht des öffentlichen Lebens.
Durch unseren Glauben und seine Wahrheit
Sind wir gefeit vor allen mafiosen Organisationen
Und können den Zynikern das Kreuz als Krone getrost
Und in aller Ruhe entgegenhalten.
Denn der Glaube an Jesus Christus,
Das ist auch der Zweifel an den sogenannten
Wirklichkeiten die uns täglich verkauft werden,
Um die Wahrheit und das Elend weltweit zu verschleiern.
Der Glaube ist auch Widerstand und noch immer
Utopie und Zukunft durch Jesus Christus, einzig und allein
Durch Jesus Christus das Kind,
Das wir heute an die Hand nehmen
Aus: Hans Dieter Hüsch, Das kleine Weihnachtsbuch. tvd-Verlag Düsseldorf 1999.
Liebe Gemeindemitglieder,
in ihrem Buch „Du hast mich geführt. Sich betend erinnern“ beschreibt Theresia Hauser eine Erinnerung aus dem Kriegsjahr 1944:
von Geschlagenen, Geschundenen,
muss ich an die Männer
im gestreiften Sträflingskitteln
denken.
Der Aufseher brachte sie an Weihnachten
in mein Elternhaus.
Der Betrieb war geschlossen.
Dort sollten sie arbeiten.
Jetzt saßen sie an unserem Tisch.
(…)
Sie froren, waren hungrig, gedemütigt.
Wir teilten mit ihnen das wenige Brot
den Kaffee, die Milch
Das Verbotene machte uns
tagelang Angst.“
Heute, am 2. Weihnachtstag, ist der Gedenktag des Hl. Stephanus – laut Bibel der erste Märtyrer des Christentums.
Mit viel Frohsinn wird er – außer in diesem Jahr – im Münsterland begangen. Das sogenannte „Stephanus steinigen“ lädt dazu ein, nicht Steine in die Hand zu nehmen, sondern Schnapsgläser und jeden Schnaps zu vernichten, der einem eingegossen wird, bis man vielleicht selbst am Boden liegt.
Eine etwas zweifelhafte Methode, um des ersten christlichen Märtyrers zu gedenken. Aber vielleicht geht es ja darum, sich Mut anzutrinken. So etwas ist ja bekannt. Alkohol läßt die Hemmschwelle sinken.
Mut brauchen wir in diesen Tagen. Nicht nur, um gemeinsam durch die Pandemie zu gehen. Wir brauchen ihn, um unseren Zusammenhalt in der Gesellschaft zu stärken. Wir brauchen Mut auch in der Kirche sowie im persönlichen Leben und Glauben.
Wollen wir etwas sein und werden, so müssen wir es selber tun, denn unser Kapital liegt nicht in den Verheißungen der Schwätzer, die haben keins, auch nicht im großen Los, denn sehr wenige Menschen gewinnen es, sondern zuerst da, im Herzen, im Mute eines Mannes, in unserer Faust, d. h. in unserer Arbeitskraft, in unserem Verstande. (KS 3, S.261)
Stephanus zeigt, was aus einem Menschen wird, der das Weihnachtsgeheimnis von der Menschwerdung Gottes ganz und gar verinnerlicht und zum Fundament seines Lebens gemacht hat. In der Apostelgeschichte heißt es: „In jenen Tagen wirkte Stephanus voll Gnade und Kraft große Wunder und Zeichen unter dem Volke“ (Apg 6,8).
Dieser Mann ist über sich hinausgewachsen. Er hat menschliche Grenzen hinter sich gelassen und sich der göttlichen Kraft überlassen. Dadurch ist Raum entstanden zum Handeln. Dieser Spielraum des Handelns steht dem zur Verfügung, der glaubt, um „Wunder und Zeichen“ zu vollbringen „voll Gnade und Kraft“.
Diesen Mut wünsche ich uns allen besonders in diesen Tagen. Nutzen wir den Spielraum, der uns zur Verfügung steht und der größer ist als nur der menschliche Raum.
So wünsche ich Euch und Ihnen
einen frohen und gesegneten 2. Weihnachtstag!
Der Glaube ist auch Widerstand
Hans Dieter Hüsch
Daß er uns erneut seinen Sohn Jesus Christus
Gesandt, den Erlöser von einer Weltgeschichte
In menschenverachtenden Gesellschaften.
Denn als wären wir auf der Flucht
Vereinzelt und ohne Plan
Setzt Er uns Zeichen der Hoffnung und des Zweifels
Um wieder zurückzufinden
Zur Dennoch-Liebe und zur Trotz-Geduld.
Allein (aber mit ihm) sind wir stärker
Denn alle Macht des öffentlichen Lebens.
Durch unseren Glauben und seine Wahrheit
Sind wir gefeit vor allen mafiosen Organisationen
Und können den Zynikern das Kreuz als Krone getrost
Und in aller Ruhe entgegenhalten.
Denn der Glaube an Jesus Christus,
Das ist auch der Zweifel an den sogenannten
Wirklichkeiten die uns täglich verkauft werden,
Um die Wahrheit und das Elend weltweit zu verschleiern.
Der Glaube ist auch Widerstand und noch immer
Utopie und Zukunft durch Jesus Christus, einzig und allein
Durch Jesus Christus das Kind,
Das wir heute an die Hand nehmen
Und das uns morgen in die Arme nehmen wird.

Kirchenmusik mal anders: Bau dir dein eigenes Betätigungsfeld im Pastoralen Raum Dülmen! (m/w/d) Du hast idealerweise ein abgeschlossenes Kirchenmusik-Studium in der Tasche, liebst deinen Beruf, aber hast keine Lust auf starre Vorgaben und verplante Wochenenden ohne Ende? Du bist kreativ, arbeitest gerne mit Menschen und möchtest deine eigenen musikalischen Ideen verwirklichen? Dann bist du bei uns genau richtig! Wir – das sind die vier katholischen Kirchengemeinden St. Viktor, Heilig Kreuz, St. Pankratius (Buldern) und St. Georg (Hiddingsel) – wachsen zu einem neuen, lebendigen Pastoralen Raum in Dülmen zusammen. Für diesen frischen Start suchen wir eine/n neue/n Kirchenmusiker/in, der/die mit uns neue, unkonventionelle Wege geht. Wir bieten dir nicht nur historische Kirchenräume und lebendige Pfarrgemeinden, sondern mit dem einsA auch eine hochmoderne Plattform für innovative Projekte. Hier kannst du Kirchenmusik neu denken, jenseits der Liturgie, mitten in der Stadtgesellschaft und in direkter Nachbarschaft zu Café und Beratung.

Als Pfarrgemeinden St. Georg und St. Pankratius freuen wir uns über den neuen Bischof Dr. Heiner Wilmer SCJ und wünschen ihm Gottes Segen für sein Wirken im Bistum Münster und darüber hinaus als Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz. Quelle Foto: © DBK/Marko Orlovic auf der Homepage des Bistum Münster

Liebe Pfarrheim-Nutzer, inspiriert von der Aktion „Dülmen räumt auf“ und der zunehmenden Enge im Pfarrheim möchten wir zu einem Aufräumwochenende einladen. In der Zeit vom 10.04.2026 (vormittags) bis zum 11.04.2026 (ganztägig) soll das Pfarrheim einmal gründlich aufgeräumt und vor allem ordentlich durchsortiert werden. Zudem bitten wir alle, ihre Regale und Kisten mit Ansprechpartner, Organisation und Kontaktnummer zu kennzeichnen. Ein Beschriftungsgerät ist im Pfarrbüro vorhanden und kann ausgeliehen werden. Alle nicht mehr benötigten Gegenstände können in dieser Zeit in dem bereitstehenden Hänger entsorgt werden, um Platz zu schaffen. Sie werden dann von uns zum Wertstoffhof gebracht. Alle nicht gekennzeichneten Dinge von vorangegangenen Nutzern werden wir im Anschluss ebenfalls aus dem Pfarrheim entfernen. Wir hoffen, dass dann wieder mehr Platz für die Gruppen im Pfarrheim ist, die Räume nutzen wollen. Aus diesem Grund haben wir uns vorerst auch dagegen entschieden, einen weiteren Schrank aufzustellen, um die freie Fläche für die Menschen (Oase, Chöre, Senioren-Kaffee, u.v.m.) nicht zu schmälern. Mit freundlichen Grüßen Heike Bontrup

Du hast Lust an einem internationalen Jugendtreffen teilzunehmen? Du möchtest deine Lebenseinstellung mit anderen Jugendlichen aus der ganzen Welt teilen? Du möchtest dem Stress des Alltags entfliehen? Dann wird Taizé (Frankreich; Burgund) dein Lieblingsort sein. Auf dem Campus von Taizé sollen Menschen aus den verschiedensten Ländern ins Gespräch kommen. Eine Woche lebst du vom Einfachsten und diskutierst über deinen Glauben. Keine Sorge der Spaß kommt nicht zu kurz! Alle Jugendlichen ab 16 Jahre sind herzlich willkommen, sich vom 16.08. 2026 bis 23.08.2026 mit auf den Weg zu machen. Nähere Informationen: Lisa Scheffer, Tel: 02594 2126 Anmeldung im Pfarrbüro Hl. Kreuz , An der Kreuzkirche 10 oder hier .

Im Rahmen der Erstkommunionvorbereitung wird herzlich zu einem besonderen, freiwilligen Elternabend einladen: „Ist Sterben für immer?“ Tod und Trauer mit Kindern besprechen. Dieser findet am 02.03.2026 um 20.00 Uhr im Pfarrheim Heilig Kreuz statt. An diesem Abend wird ein sensibles, aber wichtiges Thema in den Blick genommen: Wie sprechen wir mit Kindern über Tod und Trauer? Welche Fragen bewegen sie – und uns selbst? Welche Hoffnungen tragen? "Wir möchten Raum geben für eigene Gedanken, Ängste und offene Fragen. Neben dem gemeinsamen Austausch stellen wir auch Literaturtipps und weitere Anregungen für Gespräche mit Kindern vor." heißt es vom Vorbereitungsteam. Hanna Liffers, Pastoralreferentin in Buldern und Hiddingsel, wird diesen Abend fachlich begleiten. Der Abend richtet sich an alle Erstkommunioneltern aus dem pastoralen Raum Dülmen und ist freiwillig.

Am Samstag, 28. Februar 2026, startet unsere Wallfahrt in der Fastenzeit nach Gelsenkirchen. Wir starten um 8.00 Uhr (geänderte Zeit) an der St. Pankratius Kirche in Buldern. Die Wallfahrt beginnt an und in der Kirche St. Josef in Gelsenkirchen - die wohl einzige Kirche mit einem Fußballfenster. Vorbei an der Schalke-Meile und der Glückauf-Kampfbahn besuchen wir einen wohl einzigartigen Friedhof, bevor es zu Charlys Schalker zum Mittagessen geht. Nach der Stärkung bekommen wir eine kleine Führung in der Veltins-Arena und versammeln uns dann zu einem Gottesdienst in der dortigen Kapelle. Der zweite Teil der Führung steht eher im Zeichen der Natur - vorbei an Schloss Berge geht es zur Sieben-Schmerzen-Kapelle in Westerholt. Dort endet unsere Wallfahrt, auf die wir uns schon sehr freuen. 10 Plätze sind noch frei - wer Interesse hat, meldet sich gerne zu den Öffnungszeiten in den Pfarrbüros oder per Mail unter: georg-pankratius-duelmen@bistum-muenster.de!




