„Frau, siehe, dein Sohn! … Siehe, deine Mutter!“

Die letzten sieben Worte Jesu am Kreuz
2. „Frau, siehe, dein Sohn! … Siehe, deine Mutter!“
Liebe Gemeindemitglieder,
was unser Leben ausmacht, sind Beziehungen, in denen wir leben.
Jesu Blick geht zu den Menschen, die ihm wichtig sind.
Der Evangelist Johannes schreibt: „Als Jesus seine Mutter sah und bei ihr den Jünger, den er liebte, sagte er zu seiner Mutter: Frau, siehe, dein Sohn! Dann sagte er zu dem Jünger: Siehe, deine Mutter! Und von jener Stunde an nahm sie der Jünger zu sich.“ (Joh 19, 26-27)
Jesus sorgt dafür, dass es für die, die zurückbleiben, gut werden kann. Er führt sie zueinander.
„Aneinanderweisen“. Dieses Wort habe ich im Zusammenhang der Bibelstelle gelesen und bin darüber gestolpert, denn ich hatte es noch nie gelesen. Vielleicht eine Neuschöpfung des Autors. Ich kenne aneinandergeraten, aber aneinanderweisen nicht.
Ich lese darin das Wort Weisung, die von Jesus an die geht, die in der Todesstunde bei ihm sind: Seine Mutter und der Jünger Johannes. Zu beiden sagt er: „Frau, siehe dein Sohn! Siehe, deine Mutter!“ Das Wort „siehe“ ist keine Bitte, sondern ein Vermächtnis. Seine Worte sind sein Vermächtnis an uns.
Im Johannesevangelium geht es am Kreuz nicht nur um den Tod Jesu. Sondern es geht auch um die Haltung, in der Jesus stirbt und das Ziel, mit dem er es tut. Es geht um die Liebe und die Hingabe zu den Menschen, die kein Ende haben soll, sondern ihre Fortführung erfährt in und durch die Kirche.
„Du wolltest nicht, dass jemand allein wäre.
Mit seiner Trauer.
Mit seinem Leben.
Mit seinen Hoffnungen.
Du willst, dass Menschen dieses Leben teilen.
Miteinander.
Als wären sie schon wirkliche Geschwister
oder Mutter und Sohn
oder Vater und Tochter.“
(Tobias Götting)
Mit den Worten, die Jesus zu seiner Mutter und seinem Freund sagt, spricht er auch unsere Sehnsucht nach verlässlichen Beziehungen an. Sie sind ein Fundament für unser Leben. Das spüren wir gerade in diesen Zeiten. Sich aufeinander verlassen können, diese Erfahrung machen gerade jetzt viele.
„Frau, siehe dein Sohn!“ … Siehe, deine Mutter!“
Was oder wer möchte ich dem anderen sein?
Diese Frage hat ein Theologiestudent vor gut 30 Jahren beantwortet. Ich fand seine Aufzeichnung bei mir (ich räume gerade auf). Sein geistlicher Lehrer hatte ihm die Aufgabe gestellt: „Mein Traum von mir als Priester“.
„Ich will kein „Pfarrherr“ sein, kein Angehöriger des „geistlichen Standes“,der die Laien (aus der Welt) mit „geistlichen Dingen“ versorgt.Ich will nicht Glied einer Hierarchie sein, das nach oben buckelt und nach unten Macht ausübt.Ich will nicht Rabbi sein, nicht Meister oder Guru,sondern Mitmensch, Mitchrist, Bruder, Freund.Ich möchte Kind sein mit den Kindern.Ich möchte Freund sein mit den Jugendlichen,Freund oder Bruder für Frauen und Männer.Ich möchte ganz Ohr sein und ein passendes Wortfinden für Alte und Kranke.Ich will den Kreuzweg mitgehen mit Einsamen,am Leben Verzweifelnde;und mit ihnen die Blüten der Hoffnung befreienvon Dornen.Gerechtigkeit und Frieden will ich suchen,mit Friedensbewegten und Freunden der Schöpfung,mit Menschen, die bereit sind zum Teilen.Prophet will ich sein für die, die nichts sehen,für Mächtige und an Ohnmacht Zerbrochene,für die, die nichts als den eigenen Profit und Genuss sehen.Das Leben will ich mit Leidenschaft suchenUnd mit Liebe alle Grenzen sprengen.Meiner großen Sehnsucht will ich nachspüren,Dir, Jesus, Deinem Reich und Gott, dem Vater.Dich finden in dem Kleinsten meiner Brüderund im Tod den Ostermorgen sehen,Grund meiner Lebensfreude.“
Eine Frage für den Tag:
Wer oder was möchten Sie dem anderen sein? Wer steht mit Dir unterm Kreuz und was hörst Du Jesus sagen?
Ich wünsche Ihnen und Dir einen gesegneten Tag!
Ihr Pastor Ferdinand Hempelmann
P.S.: In den Nachrichten wurde heute über die Aktion „Das Land hilft“ berichtet. U.a. wurde gesagt, dass Land und Stadt wieder mehr zueinander finden und ein neues Bewusstsein für den Wert der Arbeit in der Landwirtschaft wächst. Wenn die Coronakrise auch auf diesem Gebiet Menschen zusammenführt, ist das wirklich positiv.

Rasengrabstellen Bei dieser Bestattungsform sind keine Grabgaben zulässig. Von Allerheiligen bis Ostern dulden wir Grabschmuck, da in dieser Zeit keine Rasenpflege stattfindet. Dem Aufruf zur Räumung sind schon viele gefolgt. Die jetzt noch verbliebenen Grabgaben werden für 4 Wochen zwischengelagert und können auf Wunsch ausgehändigt werden. Dafür bitte im Pfarrbüro melden. Neue Informationen zum Friedhof in Hiddingsel - Erstmal ein herzliches DANKESCHÖN! Im Zusammenhang mit einem Trauerfall haben viele Menschen Geld für die Umgestaltung unseres Friedhofs gespendet. All diesen Spendern möchten wir von Herzen danken! Durch diese Zuwendungen kommen wir unserem nächsten Ziel ein ordentliches Stück näher: ein fest installierter Pavillon, nutzbar für Trauerfeiern, fürs Friedhofscafé oder als Unterstand bei Wolkenbrüchen. Bei dieser Gelegenheit können wir mitteilen, dass nach jahrelanger Bearbeitung (durch Friedhofsausschuss -> Kirchenvorstand -> Zentralrendantur -> Bischöfliches Generalvikariat) unsere neue Friedhofs- und Friedhofsgebührenordnung berechnet und genehmigt wurden. Jetzt warten wir noch auf die Freigabe und Veröffentlichung der Ordnungen für sämtliche Dülmener Friedhöfe. Am Tag des Friedhofs (Sonntag, 5. Juli 2026) werden wir dann hoffentlich unseren Hiddingseler Friedhofsflyer mit Infos über mögliche Bestattungsformen vorstellen können. Anfang Mai wird der Gala-Bauer seine Arbeit mit der Umgestaltung des Platzes vor dem Kreuz beenden. Gleichzeitig wird im hinteren linken Bereich eine dritte Wasserstelle entstehen. Unser Friedhof nimmt weiterhin Gestalt an als Ort der Trauer, der Erinnerung und der Begegnung. Für den Friedhofsausschuss Dorothee Aerdken Hedwig Winkler Elisabeth Hessling

Am Sonntag, 26. April 2026, empfangen 30 Kinder in Buldern ihre erste heilige Kommunion. Am Sonntag, 10. Mai 2026, bekommen 13 Kinder aus Buldern und Hiddingsel ihre erste heilige Kommunion. Seit November 2026 haben sie sich intensiv auf diesen Tag vorbereitet. Gruppen und Katechetinnen aus Buldern und Hiddingsel und haben die Kinder auf dem Weg begleitet. Dafür sagen wir: DANKESCHÖN! Wir wünschen allen Kindern und ihren Familien ein schönes Fest!

Eine Maiandacht feiert die kfd St. Georg feiert am 6. Mai 2026, um 15.00 Uhr in der Kapelle am Haus Waldfrieden. Eine Anmeldung ist unbedingt erforderlich. Die Maiandacht der kfd St. Pankratius findet am Sonntag, 17. Mai 2026, um 16.00 Uhr im Annengarten statt. Eine Maiandacht ist auch für den Seniorennachmittag in Hiddingsel am Donnerstag, 7. Mai 2026, geplant. In Düpmanns Kapelle wird am Donnerstag, 21. Mai 2026, um 19.00 Uhr die Eucharistie gefeiert. Die Anbetung entfällt an diesem Donnerstag. Zu Pfingsten feiern wir am Pfingstsonntag um 9.30 Uhr in St. Georg und um 11.00 Uhr in St. Pankratius eine heilige Messe. Am Pfingstmontag sind alle Gemeindemitglieder des pastoralen Raumes Dülmen zum ökumenischen Gottesdienst in St. Viktor eingeladen. In Buldern und Hiddingsel finden keine Eucharistiefeiern statt. Am 5. Sonntag im Monat Mai feiert der Ausschuss Partnerschaft Grenzenlos einen Wortgottesdienst in St. Pankratius. Herzliche Einladung!

Kirchenmusik mal anders: Bau dir dein eigenes Betätigungsfeld im Pastoralen Raum Dülmen! (m/w/d) Du hast idealerweise ein abgeschlossenes Kirchenmusik-Studium in der Tasche, liebst deinen Beruf, aber hast keine Lust auf starre Vorgaben und verplante Wochenenden ohne Ende? Du bist kreativ, arbeitest gerne mit Menschen und möchtest deine eigenen musikalischen Ideen verwirklichen? Dann bist du bei uns genau richtig! Wir – das sind die vier katholischen Kirchengemeinden St. Viktor, Heilig Kreuz, St. Pankratius (Buldern) und St. Georg (Hiddingsel) – wachsen zu einem neuen, lebendigen Pastoralen Raum in Dülmen zusammen. Für diesen frischen Start suchen wir eine/n neue/n Kirchenmusiker/in, der/die mit uns neue, unkonventionelle Wege geht. Wir bieten dir nicht nur historische Kirchenräume und lebendige Pfarrgemeinden, sondern mit dem einsA auch eine hochmoderne Plattform für innovative Projekte. Hier kannst du Kirchenmusik neu denken, jenseits der Liturgie, mitten in der Stadtgesellschaft und in direkter Nachbarschaft zu Café und Beratung. Klingt nach deinem Traumjob? Dann schick uns einfach eine kurze Nachricht mit deinem Lebenslauf und einem Nachweis deiner Qualifikation ganz unkompliziert per E-Mail zu. Falls Fragen bestehen, kannst du dich gerne telefonisch bei uns melden. Pfarrer Ferdinand Hempelmann: hempelmann-f@bistum-muenster.de | 02590 91720 Kirchenmusikerin Elisabeth Drees: drees-e@bistum-muenster.de | 02594 9597199







